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Felix Mendelssohn-Bartholdy

Leben:

Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren und ist am 4. November 1847 in Leipzig gestorben. Sein Großvater war der Philosoph Moses Mendelssohn, sein Vater der Bankier Abraham Mendelssohn. Seine Schwester Fanny war ebenfalls hochbegabt. Beide erhielten Anfangsunterricht von ihrer klavierspielenden Mutter. Fanny heiratete später den Maler Hensel.

Felix Mendelssohn-Bartholdy studierte Klavier bei L. Berger und C.W. Henning (vorübergehend auch bei I. Moscheles), und Theorie bei K.F. Zelter. Ab dem neunten Lebensjahre trat er öffentlich auf und mit elf Jahren fing er an zu komponieren. Zwanzigjährig dirigierte er die „Matthäuspassion“ von J.S. Bach, die seit dem Tode Bachs nicht mehr aufgeführt worden war und leitete damit eine Bach-Renaissance ein.

Das wohlhabenden Elternhaus ermöglichte eine vielseitige Ausbildung (Sprachstudien, Mal- und Zeichenunterricht). Mendelssohn hatte fast immer Gelegenheit seine Kompositionen sofort auszuprobieren, im Elternhaus ebenso wie später im Gewandhaus. 1821 wurde er Goethe vorgestellt, der sich sehr für die Entwicklung des jungen Mendelssohn interessierte.

1833 wurde er städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. 1835 ging er als Gewandhauskapellmeister nach Leipzig wo er nach nur einem Jahr zum Dr. h.c der Leipziger Universität ernannt wurde. Aus der 1837 geschlossenen Ehe mit Cäcilie Jeanrenaud gingen fünf Kinder hervor. Mendelssohn war einer der Mitbegründer des Leipziger Konservatoriums, das 1843 eröffnet wurde. Er konnte hervorragende Lehrkräfte verpflichten (u.a. Robert Schumann) und begründete damit den außerordentlichen Ruf dieser Einrichtung.

Felix Mendelssohn-Bartholdy unternahm im Laufe seines Lebens zahlreiche Studien- und Konzertreisen (u.a. nach Italien, Frankreich, England und Schottland).

Werke:

Klavierwerke:

Lieder ohne Worte (8 Hefte), Sechs Präludien und Fugen op. 35, Variationen, 4 Sonaten, Fantasien, Capriccios etc..

Kammermusik:

Violinsonate Op. 4, Cellosonaten op. 45 und Op. 58, Klaviertrios Op. 49 und Op. 66, Drei Klavierquartette (in Alter von zwölf Jahren geschrieben), 7 Streichquartette, zwei Streichquintette, Klaviersextett Op. 110, Streichoktett Op. 20

Orchesterwerke:

Sinfonien:

1. Sinfonie in c-moll Op. 11, 2. Sinfoniekantate „Lobgesang“ Op. 52, 3. Sinfonie in a-moll die „Schottische“, 4. Sinfonie in A-Dur die „Italienische“, 5. Sinfonie in D-Dur die „Reformationssinfonie“.

6 Konzertouvertüren:

„Sommernachtstraum“ Op. 21 (komponiert vom siebzehnjährigen Mendelsohn), „Hebriden“ Op. 26, „Meeresstille und glückliche Fahrt“ Op. 27, „Die schöne Melusine“ Op. 32, „Ruy Blas“ Op. 95, „Trompetenouvertüre“ Op. 101.

Bühnenmusik:

Musik zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ mit der bereits erwähnten Ouvertüre. Die Ouvertüre ist allerdings 15 Jahre vor den anderen Teilen des Werkes entstanden. Verschiedene andere Werke.

Konzerte:

Violinkonzert in e-moll Op. 64, 1. Klavierkonzert in g-moll Op. 26, 2. Klavierkonzert in in d-moll Op. 40

Vokalwerke:

Oratorien: „Paulus“ (1836), „Elias“ (1846)

Sonstige Werke : „Die erste Walpurgisnacht“ Op. 60, Festkantaten, Psalmen etc.

Lieder mit Klavier: 83 Lieder, am bekanntesten „Leise zieht durch mein Gemüt“(Heine).

A-capella-Werke: Volkstümliche Werke wie „O Täler weit , o Höhen“ oder „Wer hat dich du schöner Wald“, 21 Männerquartette, 28 gemischte Quartette, verschiedene andere Werke.

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