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Anton Dvorak

Leben:

Anton (Antonin) Dvorak wurde am 8. September 1841 in Nelahozeves bei Prag geboren und ist am 1. Mai 1904 in Prag gestorben. Sein Vater war Gastwirt und Dvorak sollte nach dem Willen seines Vaters ebenfalls Gastwirt oder Metzger werden. Anton Dvorak hatte allerdings andere Pläne. Als Sechzehnjähriger ging er nach Prag um an der Organistenschule zu studieren. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Tanzbodengeiger.

1862 wurde er Bratscher am Nationaltheater. 1873 gewann er durch die Komposition eines Hymnus für Chor und Orchester ein Staatsstipendium. Johannes Brahms setzte sich sehr für Dvorak ein, so daß er auch bald international Aufmerksamkeit erregte. 1991 wurde er Kompositionslehrer am Prager Konservatorium. Zu seinen Schülern zählten Novak, Suk und Karel.

1892 ging Anton Dvorak als Direktor des Nationalkonservatoriums nach New York. Eindrücke seines Amerikaaufenthaltes verarbeitete er u. a. in seine Sinfonie in e-moll, op. 95 „Aus der neuen Welt“. Dvorak hatte starkes Heimweh nach seinem böhmischen Heimatland. Er kehrte 1895 nach Prag zurück und wurde künstlerischer Leiter des dortigen Konservatoriums. Ihm wurden zahlreiche Ehrungen zuteil, u.a

Ehrendoktorwürden in Prag und Cambridge.

Werke:

Orchesterwerke:

Sinfonien: Bei den Sinfonien gibt es eine neue und eine alte Zählung. Die alte Zählung wurde in Klammer hinzugefügt.

Nr. 1 (8) in c-moll (ohne Opuszahl)

Nr. 2 (9) in B-Dur op. 4

Nr. 3 (6) in Es-Dur op. 10

Nr. 4 (7) in d-moll op. 13

Nr. 5 (3) in F-Dur op. 76

Nr. 6 (1) in D-Dur op. 60

Nr. 7 (2) in d-moll op. 70

Nr. 8 (4) in G-Dur op. 88 „Die Englische“

Nr. 9 (5) in e-moll op. 95 „Aus der neuen Welt“

Andere Orchesterwerke: Sinfonische Variationen op. 78, „Neue slawische Tänze“ op. 72, „Slawische Rhapsodien“ op. 45, Serenade für Streichorchester op. 22, Notturno für Streichorchester op. 40, Scherzo capriccioso op. 66

Konzerte: Violinkonzert in a-moll op. 53, Cellokonzert in h-moll op. 104, Klavierkonzert in g-moll op. 33

Kammermusik:

4 Klaviertrios (darunter „Dumky“ op. 90), 2 Klavierquartette, 14 Streichquartette (darunter das berühmte „Amerikanische Streichquartett“), verschiedene Quintette und Sextette.

Klaviermusik:

Zweihändig: 4 Klavierstücke op. 52, 6 Mazurkas op. 56, 13 „Poetische Stimmungsbilder“ op. 85, 8 Humoresken op. 101, verschiedene weitere Werke.

Vierhändig: Slawische Tänze op. 46 und op. 72, Legenden op. 59, „Aus dem Böhmerwald“ op 68.

Opern:

„König und Köhler“ op. 14, „Der Bauer ein Schelm“ op. 37, „Dimitri“ op. 64, „Rusalka“ op. 114.

Vokalwerke:

„Die heilige Ludmilla“ op.71 (Oratorium), „Die Geisterbraut“ op 69 (Balladenkantate), Kantate „The America flag“ op. 102, Stabat mater op. 58, Tedeum, D-Dur-Messe, verschiedene Chöre und zahlreiche Lieder.

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